AKTUELLES
  Änderung der Sanierungsförderung in Wien

Fachartikel von FVO Mag. Thomas Malloth

Wie schon fast jedes Jahr, ist es auch im Jahre 2005 wieder zu einer Änderung der Sanierungsförderung in Wien gekommen.

Rechtsquelle ist das Landesgesetzblatt Nr. 17/2005.

Mit diesem Landesgesetzblatt wird die Verordnung der Wiener Landesregierung über die Gewährung von Förderungen im Rahmen des 2. Hauptstückes des Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetzes (Sanierungsverordnung 1997) abgeändert.

Die wesentlichen Änderungen darf ich wie folgt darstellen:

1. Es gibt neue förderbare Kosten ( 15 der Verordnung).

Für hausseitige Erhaltungs- und Verbesserungsarbeiten € 600,--
Für wohnungsseitige Maßnahmen € 580,--
Für Dachgeschossausbauten sowie neue Zu-, Um- und Aufbauten
im Zuge einer Sockelsanierung € 1.480,--
Für die Adaptierung von Geschäftslokalen in Erdgeschosszonen € 300,--

Alle Werte verstehen sich natürlich pro Quadratmeter und inkl. aller Nebenkosten, aber exkl. Umsatzsteuer.

Für außerordentliche Erschwernisse und ökologische Maßnahmen können weitergehende Beträge in der Höhe von € 200,--/m², für umfangreiche Verbesserungsarbeiten in der Höhe von € 100/m² gewährt werden.

Falls im Zuge einer Sockelsanierung oder eines Dachgeschossausbaues Maßnahmen gemäß 6 a, Abs. 1 und 2 der Verordnung, das heißt, zusätzliche thermisch-energetische Maßnahmen gesetzt werden, so können nicht rückzahlbare Beiträge in der Höhe von € 20,-- oder € 40/m² gewährt werden. Diese Beiträge werden für die Berechnung der Zuschussleistung bzw. des Landesdarlehens von den förderbaren Kosten in Abzug gebracht.

2. Neuerungen beim Zinssatz von Förderungsdarlehen.

Wie bislang darf der Zinssatz für Förderungsdarlehen max. 0,75 % über der Sekundärmarktrendite des Vorjahres für Emidenten Inland liegen.

Er darf allerdings auch 1 % über dieser Sekundärmarktrendite dann liegen, wenn eine Änderung des Zinssatzes 5 Jahre lang nicht vorgenommen wurde.

3. Die Förderung der Sockelsanierung wird um eine 3. Variante erweitert ( 3 Abs. 4 und 5 neu).

Im 3 Abs. 4 wird nunmehr normiert, dass in einem Gebäude, in dem Wohnungen der Ausstattungskategorie A oder B überwiegen, in dem aber mindestens 1 Drittel der Wohnungen